Kinder & Jugendliche
Existenzanalytische Kinder- und Jugendlichen-psychotherapie
Meine Aufgabe als Psychologin und Psychotherapeutin ist es, das Kind zu unterstützen schwierige Situationen und Gefühle zu verstehen, Informationen zu geben und Vermittlerin zwischen Kindern und Eltern/Erwachsenen zu sein.
Am Beginn jeder Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie steht ein Erstgespräch mit den Eltern (ohne Kind):
Ziel dieses ersten Termins mit den Eltern ist es, zu klären, warum das Kind in Therapie kommen soll und über die Entwicklung und Meilensteine des Werdens des Kindes zu erfahren.
Die Prinzipien der therapeutischen Arbeit mit Kindern ist
- das Nicht-Bewerten von dem was ist
- es muss nichts geleistet werden und
- ich stehe auf der Seite des Kindes
Jugendliche im Leistungssport
Die Lebenswelt von Jugendlichen, sogenannten Nachwuchsleistungs-sportler/innen, ist nicht gleichzusetzen mit derjenigen von sonstigen Kindern.
Der Tag ist stark strukturiert und erfordert viel Disziplin, Einsatzwille, Leistungsmotivation und Verzicht. Oftmals ist der Anspruch hoch, sowohl sportliche Leistung als auch schulische Leistung auf einem gleich hohem Niveau zu halten, aber nicht immer gelingt dies und kann zu Überforderung bis hin zu tiefgreifenden Krisen im Jugendalter führen.
Und dann wäre da auch noch der Wunsch nach Zeit mit Familie und Freunden, die häufig dem Trainings- und Wettkampfplan zum Opfer fällt.
Nachwuchsleistungssport
In diesem Spannungsfeld unterstütze ich Jugendliche und ihre Eltern bei folgenden Themen:
- Schul-Sport-Life-Balance
- Identitätsstärkung
- Selbstwert und Selbstvertrauen
- Mentale Vorbereitung auf Wettkämpfe
- (suizidale) Krisen, Depression, Ängste, Zwänge, Panikattacken, Essstörungen, Drogenmissbrauch, Gewalterfahrungen
- Macht das alles für mich noch Sinn? Und wenn ja, unter welchen Bedingungen?
- Elterncoaching: Wie unterstütze ich mein Kind am besten bei seiner sportlichen Karriere? Uvm.
Mein Angebot richtet sich natürlich auch an Jugendliche, die in anderen Leistungssettings gefordert sind, wie Musik , Tanz / Ballett und Schauspiel.
Beispielhafte Themen aus der sportpsychotherapeutischen Arbeit mit Nachwuchssportler:innen
„Mein Kind tut sich selbst absichtlich weh. Es schneidet sich an den Unterarmen/Oberschenkel oder schlägt sich selbst ganz fest mit dem Sportgerät auf die Beine. Wir Eltern und die Trainer wissen nicht wie wir damit umgehen sollen. Wir machen uns große Sorgen.“
Bitte selbstverletzendes Verhalten bei Kindern und Jugendlichen immer ernst nehmen und sich Unterstützung holen. In der psychotherapeutischen Arbeit schauen wir gemeinsam mit den Eltern was Ursache und aufrechterhaltende Faktoren sind und warum über dieses Verhalten Spannung abgebaut werden muss.
Bitte verurteilen Sie ihr Kind nicht und bekämpfen Sie nicht nur das Symptom. Erfahrungsgemäß steht ein Defizit eines anderen wichtigen Bedürfnisses und einer Emotion im Hintergrund dieses schädlichen Verhaltens.
Gemeinsam (bei Bedarf mit Kinderpsychiatrischer Unterstützung) finden wir eine Lösung!
Essverhaltensprobleme und Essstörungen im Sport
„Unser Kind isst seit einigen Monaten sehr wenig und nimmt immer mehr an Gewicht ab. Am Anfang dachten wir es wäre das intensive Training, welches zu einer Gewichtsreduktion geführt hat. Aber mittlerweile machen sich auch die Trainer:innen und Betreuer:innen sorgen und überlegen ein Sportverbot, um die Gesundheit unseres Kindes nicht zu gefährden. Eine Trainingspause akzeptiert unser Kind aber unter keinen Umständen. Es gibt deswegen ständig Streit. Was können wir tun?“
Essstörungen sind im Leistungssport im Vergleich zur Normalbevölkerung deutlich häufiger zu finden. Dies hat mehrere Ursachen: Einerseits sportspezifischen Risikofaktoren wie ästhetische Sportarten, Ausdauersportarten und Kampfsportarten mit Gewichtsklassen. Andererseits begünstigt ein abwertender Coaching Stil, hohe perfektionistische Ansprüche und ein massiver Fokus auf Gewicht und Aussehen die Entstehung einer Essstörung.
Ein erster Schritt ist die fachgerechte diagnostische Abklärung einer Essstörung und dem Erstellen eines Behandlungsplans. Hier ist das Zusammenspiel von Psychotherapie, Kinderpsychiatrie und Ernährungsberatung ausschlaggebend. Bei tatsächlich gefordertem Sportverbot wird mit den Trainer:innen gemeinsam an einer „Zurück in den Sport“-Planung gearbeitet.
Je früher die Anzeichen eines problematischen Essverhaltens und Körperbild ernst genommen und behandelt werden, desto geringer die Wahrscheinlichkeit eines restriktiven Sportverbots.
Ich unterstütze Sie und Ihr Kind gerne bei folgenden Themen:
- Ängste (Sozialangst, Leistungsangst), Panikattacken, Zwänge
- Depression, Erschöpfung, (suizidale) Krisen
- Essprobleme, Essstörungen
- Mangelndes Selbstwertgefühl, Unsicherheit im sozialen Miteinander
- Schlafprobleme, Schlafstörungen
- Traumatische Erfahrungen (Todesfälle, Trauer, Verletzung, Krankheit, Gewalt, Missbrauch, Vernachlässigung)
- ADHS
- Jugendliche im Autismus Spektrum
Begleitung von Jugendlichen nach Verletzung, Erkrankung und Karriereende
Zentral ist hier der Aufbau einer neuen Tagesstruktur, Perspektive und Gestaltung der eigenen Identität abseits des Leistungssports.